III. Fisher-Gartman Risk Index
Fisher-Gartman Index - Ergebnis intensiver Marktanalysen
Der Fisher-Gartman Risk Index startete nach einjähriger Entwicklungszeit durch Mark Fisher und Dennis Gartman im November 2007.
Zusammensetzung des Fisher-Gartman Risk Index
Insgesamt bildet der Fisher-Gartman Risk Index 35 Anlagepositionen aus verschiedenen Anlageklassen ab. Dabei handelt es sich um 30 Long-Positionen (Kaufpositionen) in offensiven Werten und um fünf Short-Positionen (Verkaufspositionen) in defensiven Werten. Bei den Short-Positionen handelt es sich um sogenannte Leerverkaufspositionen, also um Anlagepositionen, die verkauft werden, obwohl man sie zum Verkaufszeitpunkt noch gar nicht hält.
Ausrichtung/Strategie des Index
Der Index ist so konzipiert, dass er von einem insgesamt positiven Marktumfeld ausgeht, das von guten Konjunkturaussichten und tendenziell steigenden Kursen an den Börsen bei geringer Kursschwankungsbreite (Volatilität) geprägt ist. Dazu haben Fisher und Gartman für die Kaufpositionen 30 offensive Werte zusammengestellt, die aus ihrer Sicht konjunktursensible Positionen sind, also Anlagepositionen, die sich in einem positiven Marktumfeld nicht nur gut, sondern überdurchschnittlich gut entwickeln. Für die fünf Verkaufspositionen wurden defensive Werte ausgesucht, die sich nach Einschätzung von Fisher Gartman in einem positiven Marktumfeld jedenfalls schlechter als die offensiven Werte entwickeln.
Hebelung der Kaufposition
Um an der erwarteten positiven Entwicklung der offensiven Werte in einem positiven Marktumfeld stärker partizipieren zu können, werden die offensiven Werte auch über die Erlöse aus den Leerverkäufen erworben. Ist die Wertentwicklung der offensiven Werte höher als die Wertentwicklung der defensiven Werte, führt dies zu einer Wertsteigerung des Index (Hebelwirkung).
Anlageklassen der Kaufpositionen
Als offensive Werte wurden von Fisher und Gartman Energie-, Agrar- und Metall-Rohstoffe (abgebildet durch Dow Jones-UBS Rohstoff Indizes), Aktien (abgebildet durch Index-ETFs) sowie ausgesuchte Währungen (abgebildet durch Futureskontrakte) identifiziert.
Anlageklassen der Verkauspositionen
Als defensive Werte, siehe auch Tabelle Zielgewichtung des Index, gelten in dem Indexkonzept von Fisher und Gartman Staatsanleihen (z.B. T-Bond-, Bund- und Gilt-Futureskontrakte) und ausgesuchte Währungen, in die vor allem in einem negativen Marktumfeld investiert wird.
Anpassungstermine
Vierteljährliche Anpassungstermine sorgen dafür, dass die Indexkomponenten regelmäßig auf die anfänglichen Zielgrößen zurückgesetzt werden (siehe Tabelle 2 und 3). Unter Umständen, z.B. bei Kündigung einer Einzelkomponente im Index, kann es jedoch auch zu Anpassungen der Indexzusammensetzung kommen.
Währung des Fisher-Gartman Risk Index
Der Fisher-Gartman Risk Index wird in US-Dollar berechnet. Da die in Euro gehandelten Zertifikate über keine Währungsabsicherung verfügen, wirken sich Wertveränderungen der Zielwährungen (der Einzelkomponenten im Index) gegenüber dem Euro – positiv oder negativ – auf den Euro-Wert der Zertifikate aus.
Veröffentlichung des Indexstandes
Der Indexstand wird börsentäglich veröffentlicht.